Taron`s Liverollenspiel Hompage

2019/2020

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    Erste Bilder von unserem LARPi am 13.04.2019 sind jetzt online.
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    Spielbericht vom 13.04. ist jetzt online.

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2019/2020

Aus dem Moor heraus (13.04.2019)

 

 

Bericht von Bruder Tack

Wir hatten den Hof der Torfgrubers hinter uns gelassen und waren schon ein Stück Weg in Richtung auf das Kloster Luckem gegangen, als wir kurz vor dem Ende des Moores an der Dorf Lindenbrück kamen, von welchem die Torfgrubers erzählt hatten, dass sie dort Handel getrieben hätten.

Wir berieten uns, was wir dort über die Geschehnisse bei den Torfgrubers erzählen wollten und kamen zu dem Schluss, dass es am besten sei, zu behaupten - natürlich nur auf Nachfrage - wir hätten den Hof der Torfgrubers bereits verlassen vorgefunden. Zwar behagt es mir gar nicht, zu lügen, aber in Zwiesprache mit meiner Gottheit erhielt ich den Hinweis, dass ich dies selbst mit meinem Gewissen ausmachen müsse. Ebenso habe ich daher für mich die Entscheidung getroffen, den Tod des Babys auf dem Hof der Torfgrubers als Unglücksfall anzusehen, der mit dem Ritual bereinigt ist, mit welchem wir alle Leichen bestattet haben. Dies auch deshalb, weil Raynay nach ihrer Aussage bei der Tötung des Babys wie von einer fremden Macht gesteuert gehandelt hat. Offenbar sehen dies auch die anderen Mitglieder unserer Gruppe so, denn außer Una und Cain sind alle bei uns geblieben.

In Lindenbrück wollten wir unseren Proviant auffüllen und gingen dazu in Richtung Taverne. Davor hielten sich diverse Händler auf, die auf dem Markt am nächsten Tag ihre Waren anbieten wollten. Wir durften den also schon bestehenden Markt nur betreten, nachdem wir alle Waffen an 2 Wachen von der Larnburg abgegeben hatten. Diese teilten uns mit, dass sie den Auftrag hätten, Recht und Ordnung auf dem Markt zu sichern, da dieser eine gewisse Größe erreicht habe. Später erfuhren wir, dass die Dorfbewohner und Händler dies für eine Schikane des Grafen hielten. Die Wachen seien auch dieses Jahr das erste Mal zum Markt gekommen.

In der Taverne fiel mir gleich eine rot gekleidete Person auf, die sich von den anderen unterschied und mir vom Gesicht her bekannt vorkam. Namir, wie er sich vorstellte, sprach mich auch gleich darauf an, dass wir uns schon einmal begegnet seien. Da fiel es mir ein: Es war das Gesicht der Wesenheit aus der Lichtprojektion in der Taverne im Elbenwald („Durch den Elbenwald“). Zu dieser hatten wir damals mittels eines Rituals Kontakt hergestellt und sie hatte uns davor gewarnt, dass die Dimensionen aufeinander zu driften. Dies führte Namir weiter aus wie folgt:

Die Dimensionen haben bereits eine kritische Nähe zueinander erreicht, so dass es immer häufiger vorkommt, dass jemand einschläft und in einer anderen Dimension aufwacht – wie es mir selbst bereits passiert ist. Wenn nichts unternommen werde, die Dimensionstore zu schließen, würde alles vernichtet werden. Er könne und wolle dies tun, benötige dazu aber unsere Hilfe – obwohl er sich sehr herablassend uns gegenüber verhielt. Er gab auch offen zu, ein Gestaltwandler zu sein.

Daraufhin trat ich erst einmal in Kontakt mit meiner Gottheit, um einen Rat zum Umgang mit Namir zu erhalten. Die Antwort war, dass meine Gottheit sich sehr besorgt über die Gefahr der Kollision der Dimensionen zeigte. Es sei dringendes Handeln geboten, wobei auch die Hilfe von Namir genutzt werden solle. Dies teilte ich meinen Gefährten mit, stieß dabei aber auf Misstrauen gegenüber Namir, insbesondere bei Malfenion.

Trotzdem nahm ich wieder Kontakt zu Namir auf und berichtete ihm, dass wir auf dem Weg zum Kloster Luckem seien und dort die große Bibliothek besuchen wollen. Auf die Nachfrage von Namir teilte ich ihm mit, dass in der Bibliothek bereits jahrhundelang Schriftstücke aus verschiedenen Wissensgebieten gesammelt werden. Er zeigte Interesse an Schriften über die sog. „Leylinien“, mit denen die Magier arbeiten. Er benötige ortsnahe Kreuzungspunkte dieser Linien für die Elemente Erde, Wasser und Natur zum Schließen eines Tores. Dann könne er das Portal, zu dem andere von uns unterwegs waren, schließen. Er werde allein zum Kloster Luckem reisen und uns dort kontaktieren, sobald wir diese Informationen gefunden hätten.

Namir zeigte noch besonderes Interesse an Cain und fragte, warum dieser nicht bei uns sei. Er schien bestens über uns informiert zu sein.

Wie zum Beweis des Wechsels der Dimensionen tauchten dann kurz hintereinander Mediya, Jasmin und Amlug Ri auf. Dabei fiel auf, dass Mediya und Jasmin unterschiedliche Geschehnisse über ihr Zusammensein in Erinnerung hatten. Jasmin behauptete, sie sei von den anderen an die Orcs verkauft worden – und bei einem Experiment hier gelandet. Mediya bestritt dies energisch. Wir tauschten danach erst einmal Informationen aus und erfuhren, dass die Gruppe, die zum Portal gehen sollte, dieses bisher nicht schließen konnte.

Wir wollten uns dann sofort auf den Weg zum Kloster Luckem machen, wurden aber daran gehindert durch ein Unwetter, welches ein Entfernen vom Dorf unmöglich machte. Namir teilte uns mit, dies sei eine Folge der aufeinander Zudriftens der Dimensionen. Das Tor, welches die Gruppe Portal schließen sollte, müsse dringend stabilisiert werden.

Als dann unsere 3 Magiebegabten Mediya, Jasmin und Gwendolyn nacheinander von magischen Blitzen niedergestreckt wurden, war klar, dass wir etwas tun mussten.

Namir empfahl ein Ritual, an dem alle teilnehmen sollten, die mit Magie arbeiten, mit dem Ziel, das Tor zu stabilisieren. In Betracht dafür kamen Mediya, Jasmin, Amlug Ri, Gwendolyn, Milamber und ich, die sich auch alle bereit erklärten.

Zuerst führten wir zwar gleichzeitig, aber jeder für sich ein Ritual aus. Dies hatte keinen Erfolg. Alle waren danach außerdem kurz bewusstlos. Namir fühlte sich dadurch in seiner Überlegenheit bestätigt und gab uns zu verstehen, dass wir gemeinsam tätig werden mussten. Mir schmeckte es zwar gar nicht, von ihm Anweisungen entgegen nehmen zu müssen, aber er allein verfügte offenbar über das notwendige Wissen für ein Ritual. Also ließen wir uns nun von ihm anweisen wie folgt:

Milamber würde die gebündelte magische Energie auf das Tor lenken, wobei er sich in Richtung des Tores stellte. Alle anderen sollten hinter ihm stehen und ihm ihre Energie senden, wobei wir uns untereinander berührten. Ich hatte die Aufgabe, die Worte für das Ritual vorzusprechen, welche die anderen dann nachsprachen.

So geschah es. Eine Wirkung war nicht sofort zu bemerken, doch gab sich zumindest Namir zufrieden. Da alle am Ritual Beteiligten ziemlich (magisch) ausgelaugt waren, begaben wir uns in die Taverne, um zu ruhen und wieder Magie aufzuladen.

Ich stellte mir vor, dass wir nun die Nacht abwarten, ob sich das Unwetter legt und dann weiter ziehen würden. Daher war ich sehr überrascht, als plötzlich nacheinander beide Wachen bewusstlos geschlagen in die Taverne geschleppt und gefesselt wurden. Wie ich erfuhr, war Malfenion vorher in der Taverne durch eine der Wachen mit einem Schlafzauber niedergestreckt worden. Dadurch hatte er diese als Gestaltwandler entlarvt und wollte sie unschädlich machen. Er soll, wie ich hörte, auch noch einen der Händler als Gestaltwandler erkannt und getötet haben!

Wieder einmal, wie schon in der Scheune bei den Torfgrubers, konnte es Malfenion also nicht lassen, eigenmächtig loszuschlagen und hat dadurch die ganze Situation kompliziert, was mich sehr ärgerte.

Ich verlies dann die Taverne und bekam noch mit, dass die Wachen befreit wurden und wütend hinter einigen aus unserer Gruppe herliefen, die weggelaufen waren. Mit Talia folgte ich den Wachen und traf glücklicherweise die Weggelaufenen unverletzt. Zusammen gingen wir erst einmal zurück zum Dorf. Dort begegneten wir Namir, der mitteilte, das Ritual habe Erfolg gehabt. Das Unwetter hatte sich daher gelegt, so dass alle von uns sofort, noch in der Nacht, aufbrachen, um das Kloster Luckem baldmöglichst zu erreichen.